Duitse medisch specialist en wetenschapper: Stop deze waanzin!

dinsdag, 20 januari 2009 - Categorie: Berichten Internationaal

Bron: Schäbische Zeitung 19 januari 2009

Mediziner Kern: ''Den Wahnsinn stoppen''

Mehr als fünfzig Interessierte haben am Donnerstagabend das Foyer der Schreinerei Holitsch in Hiltensweiler gefüllt. Den Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Dr. Markus Kern, hatten die Mobilfunkgegner von der Argenwelle eingeladen, um über Folgen von Hochfrequenzstrahlung zu referieren.

HILTENSWEILER (sz) Zuerst erläutert der Referent, dass er wegen der Strahlungswirkung selbst auf Mobilfunkgeräte verzichte und bei ihm Computer und Telefon am Kabel hingen. Da der Empfang im Foyer der Schreinerei schlecht sei, erklärt er, könne man ruhig ausschalten. Dann fragt er nach Skeptikern im Publikum und steigt multimedial mit einem SWR-Video-Beitrag zum Thema Funkstrahlungswirkungen bei Tieren ein. Hier müsse man keine psychosomatischen Wirkungen untersuchen, es zähle allein die Wirkung. Und die schildert Kern drastisch später dann auch an Fallbeispielen mit Menschen.

Nachweisbar seien Schädigungen aller Art. Dabei gehörten Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen noch zu den harmloseren. Facharzt Kern schildert ein Horrorszenario in mehreren Ebenen. Als besonders schwerwiegend beschreibt er deutliche Erhöhungen der Krebsraten, Zell- und Membranschädigungen und Veränderungen von Blutkörperchen und DNA-Strukturen.

Betrachtet man die derzeit ablaufende medizinische Diskussion, so erscheint sie eher differenziert. So schließt die neueste Studie vom Deutschen Mobilfunkforschungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Uniklinik München nachweisbare Schäden aus. Und doch bleiben Fragezeichen bei der Langzeitwirkung und der besonderen Wirkung im Einzelfall und bei jüngeren Menschen.

Das ist das Thema von Strahlungsgegner Kern. Der Facharzt verweist auf mehr als 500 Medizinerkollegen und über 3000 erfasste Fälle. Wichtigste Forderung: Die Grenzwerte müssten neu definiert werden. Denn Kern und seine Mitstreiter sind sich sicher, die derzeit veröffentlichten Studien verschleierten die wahre Gefahr. Markus Kern engagiert sich dafür, ''den Wahnsinn zu stoppen''. Gegen die Finanzkraft der Mobilfunkriesen und die von Lobbyisten beruhigte Öffentlichkeit helfe nur persönlicher Einsatz. Dabei sehe er selbst diesen eher unter medizinischen als unter politischen Aspekten.

Schreinereichef Alois Holitsch hat pragmatische Lösungen im Visier. Den O2-Turm im Landschaftsschutzgebiet wolle man auf jeden Fall verhindern. Er zöge es vor, wenn sich die Telefongesellschaften einigten und Masten gemeinsam nutzten. Doch danach sieht es in der aktuellen Werbe- und Angebotslandschaft nicht aus. Michael Otte, Mitglied der ''Argenwelle'', ist sich sicher, dass eine Mobilfunkanlage in dem idyllischen Ort Schäden nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für den Tourismus im Ort bedeute.

Gründungsmitglied der ''Argenwelle'' und Ortschaftsrat Markus Witzemann erklärt, man habe in den nächsten Tagen ein Treffen mit dem Tettnanger Bürgermeister Bruno Walter und seinen Behördenvertretern. Da werde sich womöglich Neues ergeben. Schließlich sei der Funkturm ausgerechnet im Landschaftsschutzgebiet geplant. Es könne doch nicht sein, dass die Behörde, die den Naturschutz einführte und mit Bußgeldern schützte, wenige Jahre später einem zahlungskräftigen Unternehmen die Verschandelung der Landschaft gestatte. Wenig demokratisch sei das da zudem zugegangen. Außerdem ergebe die neuere Rechtsprechung, dass nicht nur die für den Betreiber finanziell günstigste Lösung verfolgt werden solle. Die Standortfaktoren hätten ebensolche, wenn nicht höhere Priorität.

Argenwelle kämpft weiter

Der WDR berichtete übrigens in seiner Sendung ''Panorama'' am Montag, 12. Januar, über eine Gerichtsentscheidung, wo eine Klage gegen die Funkmasten schließlich erfolgreich war - allerdings aus ästhetischen Gründen, weil ''der Charakter des Ortsteils nachhaltig verändert sei''. Genug Argumente für die ''Argenwelle''. Die Bürgerinitiative kämpft also weiter darum, den Funkmast zu verhindern.

Voor het origineel zie:
www.szon.de/lokales/tettnang/stadt/200901190144.html .



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