Oostenrijk: Vraaggesprek met Dr. Oberfeld, Salzburg.

vrijdag, 28 november 2008 - Categorie: Berichten Internationaal

Bron: Salzburger Fenster 28 november 2008

Auteur: Brigitte Gappmair

Handymasten: Oberfeld macht mit Krebsstudien weiter

Nächste Studie ist die Krebsstudie Seekirchen betreffend

„Mobilfunk-Krebsstudie von Dr. Gerd Oberfeld nicht haltbar“ – so und so ähnlich wird in einer Inseratenkampagne der österreichischen Mobilfunkbetreiber gegen den Salzburger Umweltmediziner geschossen. Besorgte BürgerInnen und Initiativen gegen Handymasten fragen sich: „Wie geht es nun weiter, wird Oberfeld mundtot gemacht?“

Handymasten und Gesundheitsrisiko: In Salzburg sorgte der von Oberfeld initiierte Salzburger Vorsorgewert für Diskussionen – eingehalten werden muss der Wert zwar nicht, die UMTS-Sender konnten aber nur mit Verzögerung errichtet werden.

Handymasten und Gesundheitsrisiko: In Salzburg sorgte der von Oberfeld initiierte Salzburger Vorsorgewert für Diskussionen – eingehalten werden muss der Wert zwar nicht, die UMTS-Sender konnten aber nur mit Verzögerung errichtet werden.

Bedeutet der mit der Mobilkom gerichtlich geschlossene Vergleich, Ihre Krebsstudie Hausmannstätten betreffend, das Aus für weitere Krebsstudien? – reichte das SF die Frage an den Salzburger Umweltmediziner weiter. „Sicher nicht“, sagt Gerd Oberfeld. Schon demnächst werde er sich wieder hinter die Seekirchner Krebsstudie klemmen, einen Auftrag dafür hat er vom Land Salzburg, beziehungsweise von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), bereits vor rund einem Jahr erhalten. Er habe die Studie ausgesetzt gehabt, „ich wollte abwarten, wie die Sache mit der Mobilkom ausgeht“.

Auch da seien Leute an ihn herangetreten, in einem Ortsteil von Seekirchen gebe es gehäufte Krebsfälle, laut Vermutungen der Anrainer könnte das mit den Sendeanlagen eines bestimmten Standortes zusammenhängen. Um welche Sendeanlagen oder um welchen Betreiber es sich handelt, darüber will Oberfeld zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht einmal Andeutungen machen. „Ich bin extrem vorsichtig geworden“, erklärt er, „was ich aus der Gerichtssache gelernt habe, ist, man darf sich nicht darauf verlassen, was andere Leute sagen“. Er werde zunächst der Frage nachgehen, ob es sich bei den von Anrainern geschilderten gehäuften Krebsfällen auch tatsächlich um eine Häufung handelt. „Sofern mir der Auftrag nicht entzogen wird“, fügt er, wohl aufgrund seiner nun noch größer waltenden Vorsicht, hinzu.

Salzburger Umweltmediziner Gerd Oberfeld: „Ich bin extrem vorsichtig geworden, ich mache mit den Krebsstudien aber weiter.“

Dass er an Reputation verloren habe, diesen Eindruck habe er ohnedies nicht: Vom Land, seinem Dienstgeber (seit 1992 ist er als Umweltmediziner in der Landessanitätsdirektion beschäftigt) habe es keinerlei Aussage in die Richtung, er sei nun nicht mehr glaubwürdig, gegeben. Auch von der Ärztekammer nicht, wo er seit 1994 die Funktion des Umweltreferenten wahrnimmt (ehrenamtlich).

Bestärkt worden, weiterzumachen

Von Bekannten sei er bestärkt worden, weiterzumachen. Ein Bekannter habe ihm, bezüglich der Inseratenkampagne gegen ihn als Landes-Umweltmediziner und Arztekammer-Umweltreferent, gesagt: „Das ist doch nicht üblich, dass bei einem Vergleich gegen einen Beklagten so massiv vorgegangen wird – wie bei einem Femegericht, eigentlich müsste man dagegen vorgehen.“ Oberfeld selbst sieht es „als Retourkutsche“, „ich bin in den letzten zehn Jahren, was Mobilfunk und Gesundheit betrifft, sehr aktiv gewesen.“

Prozessrisiko blieb an ihm hängen

Dass er einen Vergleich unterzeichnet hat, darüber ist er nicht unbedingt glücklich. Das gesamte Prozessrisiko wäre aber an ihm persönlich hängengeblieben. „Die Beweislast lag bei mir, es gab drei Zeugen der Mobilkom, ich hatte eidesstattliche Erklärungen von Anrainern und meinem Techniker. Ich hatte mich mit meinem Anwalt besprochen, bei einem Streitwert von 36.000 Euro gab es von ihm eine Kostenschätzung von 60.000 Euro aufwärts, bei Fortführung in zweiter und dritter Instanz, bei ungewissem Prozessausgang.“ Oberfeld weiter: „Dazu war ich nicht bereit.“
Die für den 4. November beim Landesgericht Salzburg anberaumte zweite Verhandlung fand dann nicht mehr statt. (Die Mobilkom hatte Oberfeld, im Zusammenhang mit seiner Hausmannstättener Krebsstudie, auf Widerruf und Unterlassung geklagt.)
Die ihm aus dem Vergleich erwachsenen Kosten würden ohnehin auch 16.000 Euro betragen.
Vom Land Steiermark, dem Auftraggeber für die Studie, sei keine Bereitschaft gegeben gewesen, das Prozessrisiko zu übernehmen – mit der Begründung, für eine Studie hafte der Autor. Eine Zusammenarbeit mit Salzburg auf dem Wege der Amtshilfe, die angedacht war, sei dann doch nicht zustande gekommen (Amtshilfe vom Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König kam aus budgetären Gründen nicht in Betracht), womit eine Übernahme vom Land Salzburg, die damit möglich gewesen wäre, flachfiel. Und eine Rechtsschutzversicherung für derartige Fälle gebe es nicht.

Was die Ursache ist, bleibt nun offen

Was die Ursache für die gehäuften Krebserkrankungen in Hausmannstätten ist, bleibt mit dem mit Mobilkom geschlossenen Vergleich nun offen, so Oberfelds nüchternes Resumée seiner ersten großen Krebsstudie. „Ich habe im Vergleich ja unterschrieben, dass ich zur Kenntnis nehme, dass es den Sender nie gegeben hat.“ Eines sollte man aus der Sache aber lernen: „Dass Daten einer Mobilfunksendeanlage nicht gelöscht werden dürfen, dass sie 50, 60 Jahre aufbewahrt werden sollten und öffentlich zugänglich sein müssten.“

Voor het origineel met foto's zie:
www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/4108/handymasten-oberfeld-macht-mit_10882.html .

Zie ook onze voorgaande verslaggeving over dit onderwerp onder:
Berichten%20Internationaal/2992 .



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