Duitsland: Burgers willen bewijzen dat zendmasten schadelijk zijn voor de gezondheid

maandag, 20 oktober 2008 - Categorie: Berichten Internationaal

PNP (Pocking/Griesbach) vom Montag, 20. Oktober 2008

Schädliche Mobilfunk-Strahlen: Zwei Studien sollen's beweisen

Bürgerinitiative »Stoppt Sendemast Kühweid« will negative Auswirkungen auf das menschliche Blutbild und die Schweinegesundheit nachweisen

Ruhstorf. Es war ein Leserbrief in der PNP, der die Sache ins Rollen gebracht hat. Luise Wagner, sie ist Mitglied der Bürgerinitiative »Stoppt Sendemast Kühweid«, hat darin erklärt, dass sie in den kommenden Wochen regelmäßig ihr Blut untersuchen lassen werde. Damit will sie beweisen, dass die Strahlung, die von Sendemasten ausgeht, sehr wohl negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Von Sendemasten wie dem, den O2 in Kühweid direkt an der Gemeindegrenze von Tettenweis und Ruhstorf errichten will.

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Ärzte sollen schon
Hilfe zugesagt haben

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Diesem Beispiel wollen - laut Aussage der Bürgerinitiative - mehrere Ruhstorfer folgen. Mit Unterstützung einiger Ärzte aus der Region soll daraus eine Gesundheitsstudie werden. Und auch die Ludwig-Maximilian-Universität München, heißt es, werde in Ruhstorf forschen - und zwar danach, welche Folgen die Strahlung auf Schweine hat. Dazu soll auf dem Hof von Josef Hopper eine Studie erstellt werden.
Auf den Leserbrief von Luise Wagner haben sich, das teilt die Bürgerinitiative mit, knapp 50 Ruhstorfer spontan bereit erklärt, ihr Blut in regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen, sollte der geplante Sendemast tatsächlich gebaut werden. Und für die Behauptung, dass Mobilfunk-Strahlung das menschliche Blutbild negativ beeinflusst, glauben die Sprecher der Bürgerinitiative gewichtige Fürsprecher gefunden zu haben. So berufen sie sich auf Siegfried Zwerenz, dem Vorstand der »Bürgerwelle«, den sie mit den Worten zitieren, dass es »ein Leichtes ist, Mobilfunkstrahlung im Blutbild nachzuweisen«. Er werde die Bürgerinitiative dahingehend beraten. Und Hilfe soll auch von anderen Bürgerinitiativen, die gegen Mobilfunkmasten kämpfen, kommen - zum Beispiel von der in Schnaid. Monika Schuberth-Brehm, die sich dort engagiert, versichert den Ruhstorfern: »Exakt kann man die Veränderung des Blutes in den Serotonin-Werten sowie in den Melatonin-Parametern nach dem Bau eines Mobilfunkmasts beobachten. «
Die Bürgerinitiative erklärt, bereits Kontakt zu Ärzten der Region aufgenommen zu haben. Diese hätten auch sofort ihre Mitarbeit angeboten. »Ich werde diese Sache auf alle Fälle - soweit es mir möglich ist - unterstützen«, sagt beispielsweise Stephan Hämmerle, praktischer Arzt, der Bürgerinitiative Hilfe zu. Doch damit nicht genug: Denn neben den regelmäßigen Blutuntersuchungen, die zum Teil von den Ärzten finanziert, zum Teil von den Beteiligten selbst getragen werden, soll Geobiologe Bernhard Hörl regelmäßig Strahlungsdaten ermitteln, die den Probanden jedoch zunächst nicht mitgeteilt werden. Darüber hinaus wollen die »Testpersonen« in engen Abständen Krebsvorsorge-Untersuchungen vornehmen lassen und ein eigenes Gesundheits-Tagebuch führen.
Die Mobilfunkmast-Gegner der Bürgerinitiative »Stoppt Sendemast Kühweid« setzen aber noch einen drauf: Sie werfen ihre Telefone weg. Zumindest die besonders stark strahlenden DECT-Telefone. So wollen sie weitgehend objektive Blutwerte gewährleisten. Danach sei geplant, noch heuer mit einer ersten Blutuntersuchung und Strahlungsmessung zu beginnen.
Doch in Ruhstorf sorgt man sich auch darum, dass auch Tiere unter der Strahlenbelastung leiden könnten. Deshalb soll auf dem Hof von Josef Hopper in Niederreith, dem Sprecher der Bürgerinitiative, eine wissenschaftliche Studie an Schweinen durchgeführt werden. Dies soll in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilian-Universität in München geschehen. Prof. Dr. Dr. Karl Heinritzi vom Lehrstuhl für Krankheiten des Schweins werde die Untersuchungen betreuen und auswerten.

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Hoffen auf eine
gütliche Einigung

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Trotzdem hoffen die Mitglieder der Bürgerinitiative noch auf eine gütliche Einigung mit O2. An einem runden Tisch soll zusammen mit Landrat Franz Meyer eine Lösung gefunden werden. Da O2 der Podiumsdiskussion fern blieb, machen sich die Aktiven der Bürgerinitiative weiterhin ihre Gedanken über die Schädlichkeit von Mobilfunk. »Offensichtlich hat O2 den Argumenten von Herrn Zwerenz nichts entgegenzusetzen«, ist Daniela Wanninger überzeugt. »Wir geben jedenfalls nicht auf. Sollte das Ding gebaut werden, werden wir alles daran setzen, um dessen Schädlichkeit zu beweisen, damit es wieder abgebaut wird«, gibt sich Josef Hopper kämpferisch.

Het origineel kunt u lezen op:
www.pnp.de/lokales/news.php?id=51283 .



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