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Arts wordt ziek van DECT telefoon    
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Arts wordt ziek van DECT telefoon
donderdag, 10 november 2005 - Dossier: Ervaringen burgers


Bron: blz. 5 en 6 van dit artikel: www.saez.ch/pdf/2004/2004-03/2004-03-1299.PDF .
Titel: Gedanken und Anregungen zum Thema
«Mobile Kommunikation und Gesundheit»
Geschreven door: Dr. Med. E. Steiner-Rüedi

Vertaling eerste alinea's
Dr. E. Steiner Rüedi woont inmiddels 5 jaar met haar familie in een eengezinswoning in Duitsland. De eerste 2 maanden voelde ze zich heel goed daar. Daarna kwam het ineens, van de een op de andere dag: Een gedrukte stemming, vermoeidheid overdag, concentratiestoornissen, innerlijke onrust, verminderde belastbaarheid (stressgevoeligheid), hoofdpijnen en nekpijnen en gevoeligheid voor infecties.

Ze ontwikkelde al snel een afkeer tegen het huis en ze ging met de matras onder de arm op zoek naar betere slaapplekken. Ze kocht een nieuw bed en verbeterde haar leefgewoonten, maar helaas: Alles bleek tevergeefs. De maanden gingen voorbij en de klachten bleven constant.

Ze kon haar depressieve toestand zelf diagnosticeren, arts zijnde. Haar gevoel en intuitie zeiden echter dat ze niet bij de psychiater moest zijn, maar bij een bouwbioloog (Baubioloog). Deze constateerde al snel een hoge belasting door gepulste hoogfrequente elektromagnetische straling in haar huis. De boosdoener was een draadloze huistelefoon volgens de DECT standaard, die zij en haar man 2 maanden nadat ze verhuisd waren gekocht hadden. (Lees meer over DECT: Veel%20gestelde%20vragen/99 )

De blootstelling aan straling werd weggenomen door de stroomstekker uit het DECT basisstation te halen. Haar depressieve stemming verdween van de een op de andere dag, net zo snel als die gekomen was. De overige klachten hadden wat meer tijd nodig, maar binnen enkele weken waren alle klachten verdwenen.

Naderhand kreeg ze helaas toch haar klachten weer terug, als ze in het huisje in de bergen zaten. Logischerwijs begon ze te zoeken naar een stralingsbron, maar ze kon niet direct iets vinden. Wel ontdekte ze dat ze alleen klachten had als haar onderbuurman ook op vakantie was in het huisje.

Ze zocht de moed bij elkaar en ging naar de buurman in de onderliggende woning. Wat bleek: Als de buurman het huisje onderverhuurde was er een gewone analoge draadtelefoon in gebruik, echter wanneer de man zelf het huisje betrok, nam hij altijd zijn DECT telefoon mee. Het basisstation stond in zijn slaapkamer en was daardoor slechts 2 meter verwijderd van het bed van de arts.

Duitstalig origineel, blz 5 en 6

Ein Erlebnisbericht: Plötzlich aufgetretene «funktionelle Beschwerden», die
Feststellung einer hohen Belastung mit gepulster Hochfrequenzstrahlung und
das prompte Verschwinden der Symptome nach Beseitigung der Strahlenbelastung
geben Anlass zu Gedanken zum kontroversen Thema Elektrosmog aus
der Sicht einer Ärztin. Ist Elektrosmog für die Schulmedizin ein Thema, und
warum eigentlich nicht? – Ein Appell an die Ärzteschaft, sich vermehrt ernsthaft
mit der potentiell krank machenden Wirkung von Hochfrequenzstrahlung
auseinanderzusetzen.

Vor fünf Jahren bezog ich mit meiner Familie ein
älteres Einfamilienhaus. Nachdem ich mich in
den ersten zwei Monaten sehr wohl gefühlt
hatte, überkam mich praktisch über Nacht eine
gedrückte Grundstimmung. Allmählich kamen
weitere Symptome hinzu: Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen,
innere Unruhe, verminderte
Belastbarkeit, Reizbarkeit, Kopf- und
Nackenschmerzen und Infektanfälligkeit. Ich
entwickelte eine Abneigung gegen das Haus und
machte mich mit der Matratze unter dem Arm
auf die Suche nach geeigneten Schlafstellen. Ich
förderte die Bettwarenbranche, indem ich diverse
Kopfkissen und sogar ein neues Bett kaufte.

Ich optimierte meine Lebensgewohnheiten –
allerdings vergebens. Die Monate vergingen, der
Zustand setzte sich fest. Die «Ärztin» in mir beschrieb
die Krankheit als depressives Zustandsbild
mit funktionellen Beschwerden. Mein
Erfahrungswissen und mein Gefühl führten
mich schliesslich nicht zum Psychiater, sondern
zu einem Baubiologen. Dieser fand im Haus eine
nicht tolerierbare Belastung durch gepulste
Hochfrequenzstrahlung. Die hauptsächliche Immissionsquelle
war eine Schnurlostelefonanlage
nach dem DECT-Standard, die wir zwei Monate
nach Bezug des Hauses installiert hatten. Die
Immission durch die DECT-Anlage wurde durch
ein einfaches Ausstecken der Telefonanlage behoben.
Meine depressive Grundstimmung verschwand,
wie sie gekommen war, nämlich über
Nacht! Die übrigen Beschwerden waren innert
weniger Wochen ebenfalls weg. In der Ferienwohnung
in den Bergen «rezidivierte» das Beschwerdebild.
Deshalb begann ich auch hier
nach einer möglichen Immissionsquelle zu
suchen. Meine Beschwerden zeigten eine deutliche
Assoziation mit der Belegung der Wohnung
unter uns. War die untere Wohnung nicht belegt
oder durch Untermieter besetzt, ging es mir gut.
War der Besitzer selber in der Wohnung, stellten
sich die genannten Symptome wieder ein. Ich
fasste Mut und ging zum Nachbarn in der unteren
Wohnung. Tja, meinte er, wenn er Untermieter
habe, sei das gewöhnliche Analogtelefon
mit eingebautem Gebührenzähler in Betrieb;
wenn er selbst in der Wohnung sei, nehme er
seine Schnurlostelefonanlage aus dem Schrank
und installiere die Basisstation in seinem Schlafzimmer
auf dem Nachttisch – in einer Entfernung
von etwa 2 m unter meinem Bett …

Mein gesunder Menschenverstand sagt,
wenn dir etwas schadet, dann meide es. Was
meint jetzt die Medizinerin in mir zu der fraglichen
Unverträglichkeit einer Schnurlostelefonanlage?
Der Zusammenhang meiner Beschwerden
mit gepulster Hochfrequenzstrahlung und
die Möglichkeit einer kausalen Verknüpfung
weckten mein fachliches Interesse. Im Internet
fand ich abendfüllende Informationen zum
Thema Elektrosmog und Gesundheit aus der
Warte ganz verschiedener Interessengruppen,
von Betroffenen selber über Umweltvereinigungen
und wissenschaftliche Experten bis hin zu
Behörden. Ich wandte mich mit der Frage nach
eventuellem Weiterbildungsangebot zum Thema
Gesundheit und Elektrosmog an das FMHZentralsekretariat
in Bern und gelangte so an die
Vereinigung Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz.

Nichtswissend mache ich also die persönliche
Erfahrung, dass ich gepulste Hochfrequenzstrahlung
schlecht ertrage. Dann erfahre ich,
dass die Frage nach einer möglichen gesundheitsschädigenden
Wirkung von gepulster
Hochfrequenzstrahlung im Niedrigdosisbereich
schon seit Jahren ein kontroverses Diskussionsthema
von Forschung und Politik ist.

Als Medizinerin und Betroffene kann ich weitere
Forschung und einen vorsorgeorientierten
Umgang mit nichtionisierender Strahlung natürlich
nur bejahen. Als Betroffene kann ich ein
leichtes Unbehagen nicht verleugnen. Das Verhältnis
zwischen zu erforschendem Menschen
und erkenntnisschaffender Methode ist verzerrt.
Manchmal macht es den Anschein, dass die
Methode den Menschen, sowohl den Arzt als
auch den Patienten, beherrscht. Aber Medizin
kann keine nüchterne Naturwissenschaft sein.
Medizin ist lebendig und lebensnah.

Schon als Assistentin habe ich den Brückenschlag
zwischen Erfahrungswissen und aktuellem
Wissensstand häufig vermisst. Eine genaue
Anamneseerhebung und umfassende Beurteilung
des einzelnen Kranken ist auch heute nicht
nur von fallspezifischem Nutzen, sondern auch
im Hinblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse.
Medizinische Datenbanken, wo Ärzte Beobachtungen,
Erfahrungswissen und Ungereimtheiten
unbürokratisch an Wissenschaftler
weitergeben könnten, wären heute technisch
einfach und kostengünstig zu realisieren. Das gezielte
Sammeln und Auswerten von Daten aus
der realen Welt – medizinischer Alltag – könnte
Wertvolles leisten bei der wissenschaftlichen
Konzeption epidemiologischer Studien. Die Idee
der evidenzbasierten Medizin liesse sich ausweiten
zur Erforschung potentiell krank machender
und gesundheitsfördernder Faktoren.

Die Ärzteschaft im neuen Jahrtausend ist gefordert.
Wirtschaftswachstum und Wohlstand
fordern ihren Preis. Das krank machende Potential
ist eventuell grösser als vermutet. Hierfür ist
das Thema Elektrosmog und Gesundheit ein
gutes Beispiel. Durch das vermehrte Wiedereinbinden
von realer Umwelt und Erfahrungswissen
in die Forschung könnte die Medizin
leichter dem Wohl des einzelnen Patienten und
der Bevölkerung dienen.


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