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Duitsland: Uit het dagboek van een slachtoffer van mobiele telefonie.    
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Duitsland: Uit het dagboek van een slachtoffer van mobiele telefonie.
vrijdag, 05 december 2008 - Dossier: Ervaringen burgers


Aus dem Tagebuch eines Elektrosensiblen:
Tortur wegen mobilem Internet

Die Vorgeschichte: Zweimal Flucht vor Antennen
Oft sind die Begrnder mobilfunkkritischer Organisationen selber hochgradig elektrosensibel, so auch Philippe Hug. Im Jahre 2003 musste er das erste Mal fliehen, weil im nahen Kirchturm Mobilfunkantennen installiert worden waren. In einem Juradorf an der Landesgrenze fand er eine neue Wohnung mit sehr wenig Strahlung. Er erholte sich zusehends. Vor dem 3. Oktober 2005 hatte ich wieder einen leidlich guten Gesundheitszustand erreicht, notierte er. Die Messwerte betrugen im Schlafzimmer weniger als einen Tausendstel des Schweizer Grenzwertes, der fr die Strahlung einer einzelnen Mobilfunk-Sendeanlage gilt.

Doch im August-September 2005 wurde auf der nahen Turnhalle der erste Sendemast im Dorf errichtet. Der Probebetrieb wurde aufgenommen. Am 25. Oktober Arztvisite. Nach der Rckkehr setze ich mich an die Arbeit. Da, pltzlich der Schmerz an der rechten Schlfe, den ich so gut kenne. Ich eile zum Messgert: Die Antennen sind eingeschaltet worden! Am Abend grosse Einschlafschwierigkeiten. Vom 26. auf den 27. bin ich sechsmal aufgewacht. Am 27. pltzliche Zunahme meines Ohrenpfeifens; Kopfschmerzen. ES FNGT WIEDER AN!

Am 28. flieht er zu einem Freund jenseits der Grenze und bleibt dort bei nahezu Null Strahlung, nachdem dieser ihm zuliebe sein Funktelefon durch das alte Schnurtelefon ersetzt hat. Welch ein GLCK! Jede Nacht acht bis neun Stunden perfekter Schlaf. Ich trume wieder. Ich habe viel weniger Augenprobleme, obwohl ich zehn Tage lang nichts als lese. Nach 4 bis 5 Tagen ist mein Ohrenpfeifen auf ein derart tiefes Niveau abgesunken, wie ich es bisher nicht kannte. Keine Hftschmerzen mehr trotz einem 3 km langen Fussmarsch.

Aber dann muss er zurck in seine Wohnung. Und schon beginnen wieder Kopf- und Unterleibsschmerzen, Schlafstrungen, Reizbarkeit, starkes Ohrenpfeifen, Sehstrungen, Jucken in der Nasenschleimhaut, Nierenschmerzen, Schmerzen in der Lebergegend, eins nach dem andern. Ab dem 13. November Mdigkeit. Ich kriege die Gedanken nicht mehr zusammen. Gegen das Ende des Tages verschwimmt die Tastatur. Es folgen Gleichgewichtsstrungen beim Aufstehen, verstrkte Eingeweideschmerzen, schlechter Schlaf ohne Erholung, keine Trume mehr. Ab dem 16. November Momente vlligen Gleichgewichtsverlustes, sogar Sturz nach hinten. Nase verstopft, Lippen rissig. Reizbarkeitsgefhl. Starker Nachtschweiss. Dann Konzentrations- und Augenprobleme, heftiger Kopfschmerz an der rechten Schlfe, Jucken an verschiedenen Stellen, Appetitverlust, belkeit, Depressivittsgefhl, Augenstechen. Am 27. noch lngerdauernde und heftigere Kopf- und Augenschmerzen. Ich fahre weg ber die Grenze. Erst nach 4 Stunden lassen die Schmerzen nach. Zurck in der Wohnung sind die Symptome bald wieder da. Es ist eine wahre Tortur. Ich kann nicht mehr recht arbeiten, keinen zusammenhngenden Gedanken fassen. Um 18.30 falle ich halbtot ins Bett.

Im Dezember 2005 wird die Strahlung im Schlafzimmer gemessen. Die Messung ergibt einen hundert Mal hheren Strahlungswert als vor dem Bau der nahen GSM900-Antenne. Zwar liegt dieser Strahlungswert immer noch bloss bei einem Zwanzigstel des gesetzlichen Grenzwertes von 4 Volt pro Meter. Aber es ist exakt der Strahlungswert, ab dem gemss den baubiologischen Richtwerten fr empfindliche Menschen nur eine sofortige Sanierung oder der Wegzug in Frage kommt, nmlich 0.2 V/m.

Mittels 60 m2 Abschirmgewebe (mit versilberten Kupferfden verwobene, baumwollene Textilbahnen, Wert rund Fr. 3'000.-) an Decke und antennenseitigen Wnden der Wohnung kann der Strahlungswert um den Faktor fnf auf knapp 0.04 V/m reduziert werden. Das ist zwar gemss den baubiologischen Richtwerten immer noch zu hoch fr Beschwerdefreiheit. Aber man kann hoffen, dass eine gewisse Erholung doch wieder mglich sein wird.
Tatschlich bessert sich der Gesundheitszustand allmhlich. Aber die Symptome verschwinden nicht ganz. Es bleibt ein tglicher Kampf um gedankliche Konzentration in der anspruchsvollen Arbeit des Sichtens wissenschaftlicher Studien ber Strahlungsauswirkungen, des Schreibens von Briefen an Verantwortliche, des Vorbereitens von Referaten, des Verkehrs mit rzten, Rechtsanwlten und Gerichten in Bezug auf den eigenen Fall und als Hilfe fr andere Betroffene...

Den Ausschlag zum Entschluss, auch von diesem Ort wiederum wegzuziehen, geben schliesslich in den Nachbarwohnungen zunehmend installierte DECT-Funktelefone und WLAN-Anlagen. Diese haben eine erneute, fast unertrgliche Verstrkung der Symptome zur Folge.

In einem abgelegenen Weiler derselben Gemeinde findet Philippe Hug seine dritte Wohnung, weitab von allen Antennen. Und das Leben kehrt zurck! Er schpft wieder Hoffnung, kann die aufreibende Arbeit immer besser bewltigen.

Mobiles Internet: Die Katastrophe
Bis Mitte 2008 ein Anruf kommt. Jetzt haben wir die Katastrophe. Hr mal..., und er hlt den Lautsprecher seines Messgertes an den Telefonhrer: Starke GSM-Mobilfunkstrahlung! Der bekannte 217 Hertz-Ton der Handys, diesmal jedoch mit einer den Funkwellen zustzlich aufgeprgten 8⅓ Hertz-Pulsung innerhalb der Alpha-Gehirnwellenfrequenz von 8 bis 12 Hertz! Dieselbe Pulsung, welche aus der Presse durch die im bayrischen Oberammergau bei Antennenanwohnern verursachten, schweren Gesundheitsprobleme bekannt geworden ist. Er misst Strahlungswerte bis zu 0.7 V/m, und das ist fr Elektrosensible nicht auszuhalten. Woher pltzlich diese Strahlung in dieser Strke?

Der Grund ist bald gefunden: das von den Mobilfunkbetreibern anfangs 2008 auf den Markt geworfene mobile Internet. Man steckt ein kleines Zusatzgert an den Laptop-Computer und kann nun berall, wo immer man sich befindet, drahtlose Internet-Verbindung aufnehmen. Die Verbindung wird automatisch ber jenes Netz aufgebaut, das gerade die beste bertragungsqualitt bietet: GSM (GPRS oder EDGE), UMTS, eventuell WLAN.

Das also ist die Ursache: Der mittels mobilem Internet-Zusatz zur Strahlungsbombe gewordene Laptop-Computer der Wohnungsnachbarin, etwa eine Stunde jeden Tag...

Philippe Hug schreibt ber seine neue Erfahrung am 26. Juli 2008. Jetzt lsst er das Messgert dauernd eingeschaltet. Den Messgerte-Lautsprecher stellt er so ein, dass man die weit entfernten, schwach einstrahlenden Antennen gerade nicht mehr hrt. Aber das mobile Internet der Nachbarin lsst den Lautsprecher sogleich aufheulen: Sobald das Gert Lrm macht, fliehe ich sofort in die Kche die Nachbarin arbeitet in ihrer Wohnung direkt unter seinem Arbeitszimmer, und wenn er sich der Strahlung durch Flucht augenblicklich entzieht, kann er das Schlimmste abwenden aber ich kann nicht mehr arbeiten. Welche Qual quel calvaire... Zustzlich zu den 217 Hertz ist da ein trockenes tac-tac-tac, nicht immer, aber das mir ans Lebendige geht. Meine Symptome variieren je nach Sendeleistung, bertragungssystem und Expositionszeit. Zusammengefasst: Kopfschmerzen, Schmerzen um eine Augenhhle herum, Schlafstrungen, sich verstrkendes Ohrenpfeifen, Nachtschweiss, Harndrang, Blhungen, verstopfte Nase und blutiges Nasensekret, Husten und Atemnot, Sehstrungen, schwitzende Handinnenflchen (ich muss mir immer wieder die Hnde waschen), Tendenz zu Durchfall, depressive Stimmung, Gedchtnis- und Konzentrationsstrungen. Ehrlich, ich weiss nicht mehr weiter. Heute frh hat die Nachbarin ihr mobiles Internet von 7.30 bis 8.30 Uhr betrieben. Und ich bin fr den Rest des Tages erledigt. Ach ja, ein weiteres schreckliches Symptom: wenn ich mich ans Essen setze, schliesst sich die Speiserhre nach dem ersten Bissen und schmerzt manchmal sehr. Dann muss ich 10 bis 20 Minuten lang Speichel spucken. Es ist abscheulich. Ich verliere unglaublich viel Zeit bei meiner Arbeit... Wahrhaftig, es ist kein Leben... Mein Advokat sagt, wenn ein Arzt in der Zeitung lgt Anspielung auf einen Zeitungsartikel, der die Existenz von Elektrosensibilitt bestreitet, so kann man nichts machen. Schne Aussichten! Ist das bald das Ende?

Die schwierige Frage nach dem Sinn dieses Leidens
Quel calvaire... Ja, ein Kreuzesweg. Viele elektrosensible Menschen erleben es so. Manche sprechen auch von dauernder Folter. Sie gehen mit ihrem Leiden sehr unterschiedlich um. Zwischen Resignation, Hader, Depression, Suizidgedanken auf der einen Seite und mutigem, tatkrftigem Versuch der Bewltigung dieses Schicksals auf der anderen Seite gibt es alle Lebenshaltungen wie bei jedem Leiden.

Nur: die meisten anderen Leidensursachen anerkannte Krankheiten, Behinderungen, Naturkatastrophen, Krieg sind ffentlich oder gesamtgesellschaftlich anerkannt. Sie erregen Mitleid und lsen Spende- und Helferwillen aus. Nicht so das Leiden am Elektromagnetismus, vor allem nicht dasjenige an der Mobilfunkstrahlung. Elektrosensible erfahren im Alltag fast immer Unglauben, Ablehnung, Misstrauen, ja sogar Hohn und Spott und Aggression. Diese Reaktionen der Anderen haben einen ganzen Komplex von Ursachen:


Man kann mit seinen usseren Sinnen die Strahlungen und Felder nicht wahrnehmen.
Als vermeintliche Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit wird missverstanden, wenn Elektrosensible die drahtlosen Kommunikationsmittel nicht nutzen oder gar davor fliehen.
Viele Leute haben Angst, man wolle ihnen etwas wegnehmen, was ihnen bequem oder ntig scheint oder ohne das sie nicht mehr leben zu knnen meinen denken wir nur daran, dass manche, vor allem auch Jugendliche, es ohne Handy kaum mehr aushalten.
Andere wiederum knnen oder wollen einfach nicht glauben, dass der Staat uns in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen einer der wichtigsten modernen Technologien vllig schutzlos lsst.
Nicht zuletzt wird von den Mobilfunkbetreibern die Meinung verbreitet und leider immer noch von einem grossen Teil der rzteschaft mitvertreten, Beschwerden infolge Mobilfunkstrahlung gehrten in den Bereich der Psychiatrie; anders gesagt, das Leiden der Elektrosensiblen sei bloss eingebildet oder allenfalls psychosomatisch bedingt.
Im alltglichen Erleben solcher Reaktionen Anderer ziehen sich viele Elektrosensible von ihrer Umwelt zurck. Sie rechnen schon gar nicht mehr damit, ernst genommen zu werden. Sie verschliessen sich ganz oder versuchen zumindest, ihr Leiden nach aussen zu verbergen. Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist ebenfalls ein hufiger Grund fr das Schweigen.

Zur krperlichen Belastung kommt die seelische hinzu, und diese gleich mit dreifacher Ursache: Depressive Stimmungen entstehen erstens unmittelbar durch die Einwirkungen der Strahlung auf das Gehirn (oft wie von aussen angeworfen empfunden); zweitens als Folge des nie enden wollenden, tglichen und vor allem nchtlichen Leidens; drittens durch die soziale Ausgrenzung, die ein elektrosensibler Mensch oft erfhrt.

Es gibt aber Elektrosensible ich habe selber solche kennengelernt die ihren Weg positiv annehmen und im Alltagsleben zu bewltigen suchen. Zuweilen sprechen sie sogar von einer gewissen Dankbarkeit dem Schicksal gegenber, wenn sie ihre Elektrosensibilitt nicht bloss als Last und Leidensursache empfinden knnen, sondern eine Chance sehen in der erweiterten Wahrnehmungsfhigkeit, die ihnen zu einem umfassenderen Bewusstsein verhilft. Mit Hochachtung steht man vor einer solchen Haltung. Aktives Annehmen des eigenen Schicksals als Chance ist das nicht eine der grossen und oftmals schweren Aufgaben eines Menschenlebens?

Aber auch dort, wo Menschen dieses Schicksal nicht akzeptieren und in mutigem Ringen zu bewltigen suchen, sondern in innerer Auflehnung leiden oder resignieren, ist nichts anderes angebracht als Verstndnis und Hilfe. Doch diese Hilfe ist manchmal nicht leicht zu geben. Die Wirkung von Abschirmungen reicht fr Beschwerdefreiheit nicht immer aus. Der Rat wegzuziehen lsst die Betroffenen oft ratlos, weil sie nicht mehr wissen wohin.

Immerhin kann Erleichterung geschaffen werden, wo es nach einer orientierenden Strahlungsmessung gelingt, in den umliegenden Wohnungen die Schnurlostelefone zu eliminieren und die Besitzer eines WLAN-Routers zu berzeugen, diesen zumindest bei Nichtgebrauch abzuschalten oder besser durch eine Kabel-Internetverbindung zu ersetzen. Es braucht jedoch nur einer der Nachbarn dabei nicht mitzumachen, und der Erfolg ist in Frage gestellt. Oft fhlen sich elektrosensible Menschen indessen durch die messtechnische Besttigung, dass ihre Beschwerden einen realen Grund haben und nicht eingebildet sind, wirksam gesttzt. Das durch diese Besttigung wiedergewonnene Selbstvertrauen ist die Grundlage, mit den Nachbarn Kontakt aufzunehmen und zuversichtlicher an die Bewltigung der tglichen Anforderungen zu gehen.

Die gesellschaftlich-politische Dimension der Elektrosensibilitt
Die Elektrosensiblen sind nur die Spitze des zum grssten Teil unter der Wasseroberflche verborgenen Eisbergs. Sie sind gewissermassen ein Frhwarnsystem fr unser Gesundheitswesen. Statt sie auszugrenzen, sollten wir sie ernst nehmen und ihnen sogar dankbar sein. Ihr Leiden warnt uns vor den Gesundheitsrisiken, die durch die immer schneller anwachsenden elektromagnetischen Felder und Strahlungen einem immer grsseren Teil der Bevlkerung drohen.

Diese Warnung sollte uns zur Aktivitt veranlassen. Als Brger haben wir die Aufgabe, im zwischenmenschlichen Alltag und wo irgend mglich auch ffentlich fr eine nderung der Zustnde zu wirken. Das ist indessen gerade auf dem Gebiet des Elektrosmogs besonders schwer. Denn wer sich in dieser Richtung einsetzen will, sieht sich bald konfrontiert mit einer Bevlkerungsmehrheit, die sich die faszinierenden drahtlosen Annehmlichkeiten, welche ihr die Industrie mit listenreicher Werbung aufdrngt, nicht mehr nehmen lassen will und deshalb die Beteuerungen von Industrie und Behrden, dass Mobilfunk unschdlich sei, willig glaubt.

In diesem schwierigen Umfeld versucht Philippe Hug erneut und mittlerweile verzweifelt, bei den Behrden Gehr fr seine Situation zu finden die Situation Tausender allein in der Schweiz! Unter anderem schreibt er in einem Offenen Brief vom 22. Oktober 2008 an den Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartementes DSAS im Kanton Waadt:

... Dennoch habe ich in unserem Rechtsstaat das Recht auf Achtung meines Wohnsitzes, meines Privatlebens und meiner krperlichen Unversehrtheit. Die schdlichen Immissionen mssen daher als Einbruch in meine Wohnsttte betrachtet werden, auch wenn es gesetzlich erlaubt ist. Deshalb, und weil ich nicht dauernd von den fr mich gefhrlich gewordenen Orten fliehen kann, ersuche ich Ihre Behrde, mir eine vor den elektromagnetischen Feldern geschtzte Wohnung zu verschaffen, wie es zum Beispiel in Schweden gemacht wird. Da die Elektrosensibilitt in der Schweiz als solche anerkannt ist, muss fr die Opfer dieser neuartigen, in steter Zunahme begriffenen Umweltbelastung unverzglich eine Lsung gefunden werden....

Da liegt der Kern des Problems. Bezglich der Auswirkungen der Strahlung ist unser Rechtsstaat durch die rasend schnelle Entwicklung der drahtlosen Techniken zum Unrechtsstaat geworden, weil er beeinflusst von der mchtigen Mobilfunkindustrie dieser Entwicklung tatenlos zuschaut oder sie gar sttzt. Noch keine Beachtung, geschweige denn Nachahmung hat bei uns das Vorbild Schwedens gefunden, wo Elektrosensible vom Staat als Behinderte anerkannt werden. Diese Anerkennung wre fr Tausende eine grosse Hilfe in ihrem immer schwieriger werdenden Leben, je strker sich der Elektrosmog verdichtet. Ist sie aber nicht bloss eine Notlsung? Denn wenn zugleich die Industrie unbehindert ihre Mobilfunknetze weiter ausbauen und die Drahtlosgerte verkaufen kann, wird diese Anerkennung nutzlos, denn es gibt in bewohnbaren Gebieten unseres Landes bald keine Funklcher und auch keine unbelasteten Rume in Gebuden und ffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Noch ist kaum bekannt, dass zahlreiche Elektrosensible heute nicht mehr mit der Bahn fahren knnen.

Menschen wie Philippe Hug brauchen also raschen und wirksamen Schutz und Hilfe, damit sie in der heutigen Funkwelt menschenwrdig leben oder gar berleben knnen. Doch das gengt nicht. Es fhrt kein Weg am drastischen Abbau der fr immer mehr Menschen unertrglich werdenden Funkbelastung vorbei. Und da der Staat, statt die Einwohner zu schtzen, die Erhhung dieser Belastung duldet, ja sogar dazu beitrgt, mssen wir uns selber wehren. Wir, das sind die Betroffenen und alle, die erkannt haben, was hier vorgeht.

Peter Schlegel
Advent 2008

Anhang:
Offener Brief von Philippe Hug vom 22.10.08 an Herrn P.-Y. Maillard,
Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartementes DSAS, Kanton Waadt

Voor het origineel zie:
www.buergerwelle-schweiz.org/Betroffene.297.0.html#6108 .


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