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Spanje, Alicante: Ook aan de Costa Brava strijdt men tegen zendmasten.
vrijdag, 28 november 2008 - Dossier: Internationale berichten


Strahlendes Alicante

Vereinigung Patma kämpft gegen Belastung durch elektromagnetische Felder

Costa Blanca Nachrichten - Nr. 1287, 14. August 2008
Von Anne Götzinger ALICANTE

„Ich habe immer geschlafen wie ein Stein“, erzählt Ana Garrido. „Doch seit ich vor vier Jahren nach Benalúa gezogen bin, ist mein Schlaf nicht mehr erholsam.“ Sie ist nicht die einzige Schlaflose in dem Alicantiner Viertel. Ihre Nachbarn klagen zudem über ständige Kopfschmerzen, Depressionen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Die Ursache ist für die Anwohner eindeutig, auch wenn sie unsichtbar ist: elektromagnetische Strahlung.

Ana Garrido steht auf der zentralen Plaza des Barrio Benalúa und deutet in verschiedene Ecken. „Dort ist eine Mobilfunkantenne versteckt, da noch eine und in den anderen Ecken noch einige mehr – und alle sind auf diesen belebten Platz fokussiert“, haben sie und ihre Mitstreiter entdeckt. „Wenn man die Strahlen sichtbar machen würde, ständen wir jetzt in einem dichten Netz von Linien.“ Der Platz sei einer der am meisten belasteten von Alicante. Fast alle der Antennen seien an privaten Gebäuden angebracht. „Die Kommunikationsfirmen zahlen verdammt gut für die Miete von Montageflächen“, erklärt sie.

Natürlich, dessen ist sich die Mutter von zwei Kindern bewusst, könne man der modernen Kommunikation nirgends entgehen. „Selbst im letzten Winkel der Wüste kannst du den Strahlen nicht entkommen, die von Handys, Kommunikationsnetzen und Mikrowellen ausgehen.“ Doch wogegen die Alicantinerin sich wehrt, ist die extreme Zunahme und die fehlende Kontrolle.
Ihr Widerstand und der zahlreicher weiterer Anwohner ist in der Patma organisiert, der Plataforma de Afectados por la Telefonía Móvil de Alicante (Plattform für Betroffene von Mobilfunkantennen von Alicante). „Was wir erreichen wollen, ist, dass es endlich Normen gibt“, erklärt sie. „In anderen Ländern wird im Zusammenhang mit elektromagnetischer Strahlung das Prinzip der Vorsicht angewandt, warum denn nicht hier?“

Im Rathaus von Alicante nehme man die Besorgnis der Anwohner überhaupt nicht ernst. „Dort wird die Verantwortung von einem zum anderen geschoben und die Ausrede vorgebracht, dass die Antennen ja an privaten Gebäuden angebracht sind“, erklärt Ana Garrido. „Doch wenn jemand mit einer privaten Fiesta andere Anwohner stört, greifen die Behörden ja auch ein – und das hier ist viel schlimmer, es belastet permanent die Gesundheit der Menschen, die hier leben.“ Bei so genannten Cluster-Untersuchungen seien in der Calle de Alona ein paar Ecken weiter eine erhöhte Zahl an Leukämiefällen unter Kindern festgestellt worden, die von Wissenschaftlern in direkten Zusammenhang mit den Antennen im Viertel gebracht worden sei, erzählt die Anwohnerin


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